Hocholler Stadtteilgeschichte
Stelen zur Hochzoller Geschichte – Projekt der AGH startet mit zwei neuen Tafeln im öffentlichen Raum
Hochzoll ist geschichtsträchtiger, als man denkt. Drei Tafeln am Straßenrand weisen bisher jeweils auf einen Teil interessanter Vergangenheit hin: eine an der Afrabrücke am hiesigen Lechufer, eine am Rudolf-Diesel-Gymnasium und eine an der Grenze zu Friedberg.
Artikel in der Augsburger Allgemeinen
Stelen zur Lokalgeschichte
Teil 1: Friedberger Straße. Vom Dorf zum Stadtteil.
Teil 2: Lager für Zwangsarbeiter. Ein unbekanntes Kapitel im Stadtteil.
Die Aktionsgemeinschaft Hochzoll beschäftigt sich gemeinsam mit den Stadtteil-Historikern Alfred Hausmann und Dr. Michael Friedrichs schon eine Weile mit dem Vorhaben, weitere solcher Stelen zur Stadtteilgeschichte im öffentlichen Raum aufzustellen. Nun ist es soweit und zwei weitere derartige Info-Tafeln wurden errichtet – eine an der Friedberger Straße bei der Alten Schule und eine bei der Haltestelle am Neuen Ostfriedhof.
Jedes Jahr sollen nun noch weitere solcher Stelen entstehen, bis ein historischer Rundgang durch das Stadtviertel entstanden ist. Weiter gehen wird es zunächst am Hochzoller Bahnhof…
Während die Tafel an der Friedberger Straße sich mit der ersten Bebauung am Ort beschäftigt, weist diejenige am Neuen Ostfriedhof auf ein NS-Arbeitslager für Kriegsgefangene und Deportierte hin, vor allem aus dem Gebiet der heutigen Ukraine und des heutigen Russland. Ein Lager, von dem viele nichts mehr wussten, dessen Existenz wir aber in Erinnerung behalten wollten.
Dank für die Unterstützung dieses Projekts gilt dem Amt für Wirtschaftsförderung sowie der Fachstelle für Erinnerungskultur der Stadt Augsburg, dem städtischen Archiv und der Erinnerungswerkstatt, hier besonders Herrn Alfred Hausmann und Herrn Dr. Michael Friedrichs, auf deren Veröffentlichungen wir bei der Gestaltung der Stelen zurückgreifen konnten, und unseren Sponsoren, der Stadtsparkasse Augsburg und der VR Bank Augsburg Ostallgäu, die mit Ihren Spenden zur Realisierung betrugen.
Bezüglich der Aufstellung möchten wir uns auch für die unbürokratische Mitwirkung des Mobilitäts- und Tiefbauamtes der Stadt Augsburg bedanken, sowie die Unterstützung der gerade vor Ort tätigen Tiefbau-Firma Kutter aus Memmingen.
